Ausrüstung: Pakon F-235 spezielle APS-Scanner (wo betriebsbereit) und Plustek OpticFilm 120 mit APS-IX-Filmhaltern, ergänzt durch manuelle Entnahmewerkzeuge für versiegelte Kassetten
Die Wiederherstellung von APS-Filmen ist ein komplexes Unterfangen, da ein wesentlicher Teil der Arbeit bereits vor dem eigentlichen Scanprozess beginnt. Der APS-Film befindet sich unwiderruflich in einer geschlossenen Kassette. Um ihn zu entnehmen, braucht es entweder einen funktionstüchtigen APS-Scanner, der diese Kassetten direkt verarbeiten kann, oder ein hochspezialisiertes Werkzeug, das die Kassette vorsichtig öffnet, ohne den wertvollen Film im Inneren zu beschädigen.
Unser bevorzugter Weg ist die Verwendung des originalen Pakon F-235 – jenen von Kodak entwickelten APS-Scanner, der versiegelte Kassetten direkt aufnimmt. Der Pakon F-235 galt um die Jahrtausendwende als das Maß aller Dinge in der APS-Digitalisierung und ist heuer eine absolute Rarität. Wir haben uns einen kleinen, aber feinen Bestand dieser Scanner gesichert, speziell für anspruchsvolle Archivierungsaufträge.
Sollte eine Kassette nicht mit dem Pakon kompatibel sein – oft, weil der Mechanismus der Kamera sie in einem ungewöhnlichen Zustand zurückgelassen hat – greifen wir auf ein manuelles Spezialwerkzeug zurück. In unserer Dunkelkammer wird die Kassette behutsam geöffnet, und der Filmstreifen wird entnommen. Danach wird der Film in einen Plustek OpticFilm 120 mit einem speziell angepassten APS-Filmhalter eingelegt. Die Bildqualität bleibt dabei exzellent, lediglich der Prozess nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch.
Sind die IX-Metadaten – also Informationen wie Datum, Uhrzeit und das gewählte Printformat – noch intakt, werden diese von uns ausgelesen und direkt in die digitalen Bilddateien eingebettet. So bleiben die ursprünglichen Formate der Kamera erhalten: Klassische Bilder erscheinen im Seitenverhältnis 3:2, HDTV-Aufnahmen als 16:9 und Panorama-Bilder als entsprechende Breitformat-Ausschnitte.
Nach dem eigentlichen Scan widmen wir uns der Bildoptimierung. Wir korrigieren Farbstich-bedingte Verschiebungen, besonders den häufig auftretenden Magenta-Stich, entfernen feine Staubpartikel und Kratzer. Sie erhalten jedes Bild sowohl im Original-Seitenverhältnis als auch in einer standardisierten 3:2-Ausführung.
Pakon-Scan, manuelle Kassettenöffnung, IX-Metadatenauslesung und Farbkorrektur sind alle standardmäßig im Preis enthalten. Kein Zuschlag für „APS-Sonderbehandlung".